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Qualitätsstufen


Qualitätsstufen
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VdT = Vino da tavola: Die niedrigste Qualitätsstufe entspricht dem österreichischen bzw. deutschen Tafelwein oder dem französischen Vin de table. Er darf auf dem Etikett weder eine Rebsorte, geographische Bezeichnung noch einen Jahrgang enthalten, sondern ausschließlich nur mit „Bianco” (weiß) oder „Rosso” (rot) bezeichnet werden. Diese Weine machem mit rund 40% der Produktion die größte Menge aus.


IGT = Indicazione Geografica Tipica: Diese nächsthöhere Qualitätsstufe entspricht der österreichischen bzw. deutschen Stufe Landwein oder dem französischen Vin de pays. Er muss dem Wesen nach eine typische, geographisch bedingte Charakteristik haben. Als Bezeichnung kann er zum Beispiel eine Region wie „Rosso di Toscana” oder auch eine Rebsortenbezeichnung wie „Moscato di Canelli” tragen. Die nach dem Landwirtschafts-Minister Giovanni Goria (geb. 1929) als Goria Gesetze bezeichnete Verfügung trat 1992 in Kraft und ersetzte die alte Bezeichnung „Vino da tavola indicazione geographica”. Dies bewirkte einen großen Aufschwung der schon in den 1970er-Jahren begonnenen Entwicklung ausgezeichneter Vino da Tavolas und nun auch IGT-Weine, die oft DOC-und DOCG-Qualität erreichen und unter dem Begriff Super Toskana bekannt wurde. Die Mindestanfordungen für Alkohol-Gehalt und Hektar-Höchsterträge liegen unter dem DOC-Niveau. Die Bereiche sind zumeist viel größer als die DOC-Zonen, zum Beispiel gibt es die die gesamten Regionen umfassenden IGT´s Marche (Marken), Toscana (Toskana) und Umbria (Umbrien). Es gibt rund 130 IGT-Weine, sie machen rund 30% der Produktion aus.

DOC = Denominazione di Origine Controllata: Diese Qualitätswein mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung müssen aus festgelegten Rebsorten, die in bestimmten Gebieten angebaut werden, nach festgesetzten Mengen und Methoden verarbeitet und ausgebaut werden (siehe weiter unten). Manche DOC-Zonen produzieren nur einen Wein, andere mehrere in verschiedenen Farben, Rebsorten oder Arten. Als deutschsprachiges Pendant ist für Südtiroler Weine die Bezeichnung QbA (Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete) zulässig. Diese Weine machen rund 25% der Produktion aus.

DOCG = Denominazione di Origine Controllata e Garantita: Diese Qualitätsweine mit kontrollierter und garantierter Ursprungsbezeichnung repräsentieren die höchste italienische „Ehrenklasse”, die besonders hoch geschätzten Weinen die Echtheit garantiert. Diese Weine machen nur rund 5% der Produktion aus.

DOC- und DOCG entsprechen dem französischen AOC-System. Zu den Vorgaben zählen unter anderem Rebsorten, Flaschenform, Mindestreifezeiten in Fässern und Flasche, Mindest-Alkohol-Gehalt, Mindest-Säure-Gehalt, Mindest-Netto-Trockenextrakt, sowie Farbe und Bouquet. Vor der Vermarktung erfolgt eine sensorische und analytische Prüfung. Seit 1992 ist auch die kontrollierte Ursprungs-Nennung von Unterzone (sottozona), Gemeinde (comune), Ortsteil (frazione), Kleinklimazone (microzona), Weingut (fattoria, cascina oder podere) und der Weinbergs-Parzelle (vigna oder vigneto) für Weine außerordentlicher Qualität möglich. Das neue Gesetz hebt somit die Bedeutung der Herkunft stärker hervor. Die Weine oder Regionen können flexibel in der Qualitäts-Hierarchie auf- und absteigen. Das bedeutet, dass leistungsschwache DOC-Bereiche eliminiert werden. Wenn Weine ihre Qualität fünf Jahre aufrechterhalten haben, wird ihnen der DOC- und nach weiteren fünf Jahren der DOCG-Status zuerkannt. Dies ist auch für Unterbereiche und Einzellagen (vigna) möglich, was als oberster Rang gilt. Es kann auch ein einzelner, hervorragender Markenwein DOCG-Status erlangen, wenn er „Italien Ehre macht”.